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Es ist Ehrlichkeit

Es ist Ehrlichkeit. Alles was wir in unserem Leben brauchen ist Ehrlichkeit. Zu unseren Mitmenschen, den uns Anvertrauten, den Menschen, die wir lieben, im platonischen und wahrhaft lebendigem Sinne, aber zu allererst zu uns selbst. Gespräche, die geführt werden können unendlich zäh und anstrengend und belastend werden, wenn die Ehrlichkeit nicht gegeben ist, denn aus der Ehrlichkeit entspringt der Gesprächsstoff. Und was ist nun, wenn man sich nicht traut, ehrlich mit seinen Gefühlen umzugehen, mit allem unzufrieden ist und so nur bewirkt, dass alles den Bach runter geht? Bach wie der Fluss… Knax. -Aber das tut hier nichts zur Sache. „Genial“, sagt sie. Und sie fangen an, sich über belanglose Dinge zu unterhalten. „Komisch“, denkt er, wo er doch eine kurze Weile zuvor ein ebenso eigenartiges Gespräch führte. Und so kommt er nicht mehr raus aus dieser geistigen Verwirrung, aus der so vieles entspringt und endlich daran zu scheitern droht. Er macht sich einfach zu viele Gedanken über das, was er nicht ändern kann. Ist es nicht das, was so viele zum Fall bringt ? Ist es vielleicht das, was, wenn er später versucht seine Studien aufzunehmen, ihn dazu bringt irre zu werden. Denn er kennt das Gefühl. Er wird es nicht los, dieses nicht-in-seinen-Kopf-rein-bekommen, dieses Chaos in allen Lebensbereichen. Und so ist doch alles sehr abstrus und obskur und er fühlt sich hinein genommen in die Tragik und zugleich in die Komik der Lage, aus der alles entspringt. So gewollt ? „Gib zu, es war geplant“, denkt er dann für sich. Für sich? Nein, da ist jemand. „Es war doch mit Absicht, dass wir denken können und Wesen der Ehrlichkeit sein sollten!“ Aber macht er sich jetzt auf die Suche? Oder würde das zu weit führen. Wo ist sie hin, die Ehrlichkeit? Ist das wieder einmal eine Sache, die er nicht ändern kann? Er macht zu wenig dafür. Scheinbar. Suchtlos. Gibt es das? Oh, doch, tief in jedem drin, aber es ist nicht auszuhalten. Daran zerbricht der Mensch. Oder steigt er daran auf und wird zu dem Wesen, das man sich wünscht? Nein. Sagt wer? Er. Fragt sich nur WER. Aber das hatten sie ja schon. Wer wünscht sich das? Sie. Aber hatten wir nicht beschlossen, nicht auf sie zu achten, weil wir daran kaputt gehen würden? Das war einer der hellen, heiligen Momente der Ehrlichkeit gewesen. Meint es das? Meint es das genau so? Und wenn sie dann schreibt, dass sie wartet, dann ist sie ehrlich. „Ich werde dich bestimmt nicht fragen, ob du`s tust, zeig ein bisschen Initiative“, schrieb sie und er dachte bei sich: „In der Dunkelheit, auf dem Hügel da, hab ich mich schon gefragt…..“ Aber daraus ward nichts. Aber er merkte, dass es ihr wichtig zu sein schien. Initiative. Ein Schlagwort. Ein Schlagring für die Ehrlichkeit. Spontane Aktionen scheinen ehrlich zu sein. „Ich warte.“ Das war das, worauf er gehofft hatte, das war aber auch das, wovor er sich gefürchtet hatte. Denn es lag große Verantwortung darin. Oder legte er sie hinein? Sicher, aber nicht sicher genug für ihn. Distanz bei Nähe, immer diese verwirrende Parole. Er würde es ihr sicher gerne zeigen,  lange und intensiv und für sie da sein. Ob sie das will stand noch auf einem anderen Blatt. „Es steckt viel mehr in der Sache, als  du denkst“, doch so langsam fragt er sich, ob er den Erwartungen gerecht werden kann, die er sich sicher nur selbst auferlegt. „Wirst du sie nicht langsam überdrüssig“, in Gedanken korrigiert er sie „ihrer, es heißt ihrer überdrüssig werden“, aber das allein ist eine Tatsache, die eigentlich eine Nebensache darstellt, es aber trotzdem verlangt dargestellt zu werden. Eine Sache, die jemand anders zweifelsohne gehasst hatte an ihm. „Wir sind da hinein geschlittert“ und es ist gut so, dass es keine Absicht war.  Man hatte einfach aufgelegt, weil man verletzt war. Wovon? Weil etwas fehlte.

Denn alles, was der Mensch braucht ist ein bisschen Ehrlichkeit.

22.6.10 23:43

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